Ziele der Luftstrategie sind u. a. die Aktualisierung von Qualitätszielen, basierend auf aktuellen Daten über Gesundheitsauswirkungen und Prognosen der künftigen Belastungssituation, die Evaluierung der Wirksamkeit bestehender Regelungen und die Entwicklung einer integrierten Strategie mit Entwicklung effizienter struktureller Verknüpfungen zur Politik in anderen Sektoren.
Im Rahmen der Abfallstrategie plant die EK eine Revision der Abfallrahmenrichtlinie. Dies ist insbesondere notwendig, um die Definitionen der mehr als 30 Jahre alten Richtlinie mit moderneren Rechtsakten in Einklang zu bringen. Andere Klarstellungen betreffen Definitionen und Ausnahmen, die Anwendung des Standes der Technik, die getrennte Sammlung, Abfallvermeidung und der Abfallbewirtschaftungsplan.
Ziel der Ressourcen-Strategie ist die Schaffung eines Rahmens, der die nachhaltige Nutzung von Ressourcen erlaubt, ohne der Umwelt zu schaden und gleichzeitig die Erreichung der Lissabon-Ziele sicherzustellen. Die Ressourcen-Strategie soll kohärent zur integrierten Produktpolitik und zur Abfallstrategie gestaltet werden und gleichzeitig mit dieser vorgelegt werden.
Im Bereich der Meeresumwelt gilt es sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen von der biologischen Vielfalt der Meere profitieren können und dass diese sicher, sauber, gesund und produktiv sind. Dazu hat die EK auch einen Legislativvorschlag vorgelegt, in dem drei Regionen definiert (Ostsee, Nordostatlantik und Mittelmeer) wurden, für die die Mitgliedsstaaten innerhalb unterschiedlicher Zeitrahmen Maßnahmenpläne und –programme erstellen müssen. Basierend auf einer Anfangsbewertung müssen der gute Umweltzustand beschrieben, Umweltziele festgelegt und Überwachungsprogramme erarbeitet werden.
Ziel der Pestizid-Strategie ist ein nachhaltigerer Einsatz von Pestiziden, sowie eine bedeutsame Reduktion des Risikos und des Gebrauchs von Pestiziden im Einklang mit den Notwendigkeiten des Pflanzenschutzes. Die derzeitigen Überlegungen der EK umfassen die Neugestaltung einer bestehenden Richtlinie über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und eine neue Rahmen-Richtlinie über den nachhaltigen Gebrauch von Pestiziden.
Boden ist genauso wie Wasser und Luft eine endliche Ressource und daher u. a. vor folgenden Gefahren zu schützen: Erosion, Rückgang der organischen Substanz, Kontamination, Versalzung, Versiegelung, Verlust der biologischen Vielfalt. Derzeit denkt die Europäische Kommission daran, eine Rahmen-Richtlinie zum Boden vorzuschlagen, die die genannten Probleme einer Lösung zuführt.
Ziel der Strategie zur städtischen Umwelt ist die Verbesserung der Umwelteffizienz und Lebensqualität in städtischen Gebieten, die Gewährleistung eines gesunden Lebensumfeldes und die Stärkung des ökologischen Beitrags zur nachhaltigen städtischen Entwicklung. Erreicht werden soll dies durch eine nachhaltige Gestaltung und Maßnahmen in den Themenbereichen Städtepolitik, städtischer Verkehr, Bauen, Stadtgestaltung, sowie der Förderung von Good-Practice-Anwendungen.