Der Binnenmarkt ist eine sehr wesentliche und langfristige Priorität der Europäischen Union. Er schafft den größten Mehrwert für unser Volkseinkommen. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem der freie Personen- und Warenverkehr gewährleistet ist. Zu diesem Zweck befasst sich der Rat "Wettbewerbsfähigkeit" mit zahlreichen Teilbereichen: öffentliches Beschaffungswesen, freier Dienstleistungsverkehr und Niederlassungsfreiheit, freier Warenverkehr, geistige und gewerbliche Schutzrechte, Wettbewerbsfähigkeit und Gesellschaftsrecht.
Grundsätzlich soll das Gesetzeswerk der EU einfacher, effektiver und leichter verständlich werden, Dezentralisierung und klare Festlegung von Kompetenzen stehen ebenfalls im Mittelpunkt. Zur Erreichung dieser Ziele wurden bereits zahlreiche Maßnahmen unternommen:
Im Februar 2004 legte die Kommission einen Entwurf für eine Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt (Dok. 6174/04) vor, dessen wesentliche Elemente die Einführung des Herkunftslandprinzips und die Einrichtung einer einheitlichen Bearbeitungs/Informationsstelle sind. Zweck dieses Entwurfs ist die Vollendung des Binnenmarktes für Dienstleistungen, die einen entscheidenden Baustein im Rahmen der Lissabon-Agenda bildet.
Insgesamt besteht Übereinstimmung der Mitgliedstaaten, die Rahmenbedingungen für die Dienstleistungsunternehmen, insbesondere durch Verwaltungsvereinfachung und Behördenkooperation, zu verbessern.
Das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (2007-2013) ist ein Element der neuen Lissabon Strategie. Das Programm soll einen Gemeinschaftsrahmen für Aktivitäten bilden, die die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, insbesondere der KMU, der Produktivität, der Innovation und des nachhaltigen und umweltverträglichen Wachstums zum Gegenstand haben. Es ist komplementär zu anderen EU-Programmen, wie z.B. dem 7. Forschungs- Rahmenprogramm und den Strukturprogrammen.
Das CIP wird derzeit im Rat und dem Europäischen Parlament verhandelt. Die britische EU-Ratspräsidentschaft möchte bis zu einer politischen Einigung kommen. Ob das CIP unter der österreichischen Präsidentschaft abgeschlossen werden kann, hängt von der Entscheidung über den EU-Finanzrahmen 2007-2013 ab.