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Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Kommissar, sehr geehrte Abgeordnete!
Die EU nimmt für sich in Anspruch weltweit konkrete Beiträge zu Frieden, nachhaltiger Entwicklung, Achtung der Menschenrechte sowie Entwicklung und Stärkung der Demokratie zu leisten.
Kaum ein anderer internationaler Akteur verfügt diesbezüglich über eine so breite Palette an Instrumenten - von Maßnahmen der Handels- und Entwicklungspolitik über diplomatische Initiativen im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bis hin zu zivilen und militärischen Krisenmanagement-Einsätzen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP).
An der Afrika-Politik der EU lässt sich der Einsatz vielfältiger Mittel sehr gut demonstrieren. Ich möchte nun kurz als Beispiel das Engagement der EU in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) heranziehen, ohne dabei andere EU-Aktivitäten in diesem Bereich, wie etwa die Unterstützungsmission für die Friedenstruppe AMIS II der Afrikanischen Union in Darfur in ihrer Bedeutung mindern zu wollen.
Mit der Ende 2005 vom Europäischen Rat beschlossenen Afrika-Strategie, dem „Gemeinsamen Standpunkt im Hinblick auf die Verhinderung, Bewältigung und Beilegung von Konflikten in Afrika“ sowie dem „ESVP Aktionsplan zur Unterstützung von Frieden und Sicherheit in Afrika“ hat sich die Union klare Vorgaben geschaffen:
Aus dem in diesen Dokumenten enthaltenen Bekenntnis zu Frieden und Sicherheit als unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung Afrikas leitet sich das Bekenntnis dazu ab, zur Lösung von Konflikten in Afrika durch Stärkung der afrikanischen Krisenmanagement-Kapazitäten, unter anderem mit Mitteln aus der „Friedensfazilität für Afrika“, sowie entsprechende ESVP- Operationen beizutragen.
Das Engagement der EU in der DRK spiegelt den umfassenden Charakter der europäischen Ambitionen wider:
Die Hauptbasis für die Beziehungen der EU zur DRK und damit auch für die EU-Unterstützung der Stabilisierung des Landes bildet das Cotonou- Abkommen mit den in diesem Zusammenhang zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem Europäischen Entwicklungs-Fonds. Auch die nicht mit Cotonou in direkter Verbindung stehenden Mittel der „Friedensfazilität für Afrika“ verdienen hier besondere Erwähnung. Mit einem gewissen Teil dieser Gelder werden Initiativen finanziert, die sehr direkt zur Besserung der Sicherheitslage im Kongo beitragen, so etwa die Schaffung von menschenwürdigem Wohnraum für Soldaten und deren Familien oder die Bereitstellung moderner Geräte.
In der DRK wird auch deutlich, dass die ESVP mit relativ geringem Mitteleinsatz wichtige Beiträge zur Stabilisierung eines Landes durch Hilfe bei der Reformierung seines Sicherheitssektors leisten kann und zwar nicht nur im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich:
Dass auch die Tätigkeit des EU Sonderbeauftragten für die Region der Großen Seen, Aldo Ajello, von großer Wichtigkeit für die Stabilisierung der Lage in der DRK ist, brauche ich wohl nicht eigens zu erwähnen.
Lassen Sie mich kurz auf vier zentrale Punkte eingehen, die Position des Rates betreffend eine die MONUC unterstützende Mission in der Demokratischen Republik Kongo bestimmen: