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Der Vorsitzende des Europäischen Rates, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan und der Präsident Mexikos, Vicente Fox Quesada, gaben heute zu Beginn der Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs im Rahmen des IV. EU-LAK Gipfels eine Presskonferenz.
„Die Wirtschaftsdaten zeigen die ökonomische Bedeutung der wirtschaftlichen Kooperation zwischen der EU mit Lateinamerika und der Karibik. Unser Handelsvolumen beträgt derzeit bereits 110 Milliarden Euro. Die Europäische Union leistet weltweit den höchsten Beitrag an Entwicklungshilfe in dieser Region“, betonte der Vorsitzende des Europäischen Rates, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.
„Auf dieser Konferenz wird nicht nur über Wirtschaft gesprochen. Wir müssen auch darauf hören, was die konkreten Sorgen der Menschen sind. Wir sollen uns daher auch kontroversieller Themen annehmen. Je mehr wir aufeinander hören, desto mehr wird das Verständnis zwischen uns wachsen und desto weniger Differenzen werden wir auszutragen haben“, so der Bundeskanzler.
Zwischen Lateinamerika und Europa würden sehr viele Gemeinsamkeiten bestehen. „Die Vielfältigkeit unserer Staaten, Regionen und Bevölkerungen kann uns alle bereichern. Wir befinden uns bereits in einer positiven Abhängigkeit, denn wir verfolgen im 21. Jahrhundert keine hegemonialen Konzepte mehr. Unser Ziel ist es, unsere Kooperation auszubauen und voneinander zu lernen“, so Schüssel.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, zeigte sich über den Gipfel sehr zufrieden. „Wir sprechen auf dieser Konferenz über gemeinsame Anliegen. Eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist die Überwindung der Kluft zwischen Arm und Reich. Gerade in den nächsten Jahren werden viele junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen, für die es gilt, Arbeitsplätze zu schaffen“, so der UN-Generalsekretär. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe würden einen äußerst wertvollen Beitrag zur Senkung der Jungendarbeitslosigkeit leisten, wie eine Studie der Vereinten Nationen gezeigt habe. „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Jugendliche ohne Arbeit sind und dadurch ins Abseits gedrängt werden“, so Kofi Annan.
„Lateinamerika und die Staaten der Karibik haben in wirtschaftlichen, politischen und sozialen Fragen einen kompetenten Partner mit klaren Vorstellungen. Das ist die Europäische Union“, sagte der mexikanische Präsident Vicente Fox. Diese strategische Partnerschaft müsse wachsen und könne beide Seiten bereichern. Während Europa den Konsolidierungsprozess bereits abgeschlossen habe, würde dieser Vorgang Lateinamerika noch bevorstehen. „Wir müssen unsere Anstrengungen in diese Richtung verstärken, um die Integration voranzutreiben. Lateinamerika muss das Tempo erhöhen und dem europäischen Vorbild folgen. Diese Treffen ermöglicht es beiden Teilen, die strategische Partnerschaft zu vertiefen“, so Fox abschließend.