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Presseaussendungen

03.03.2006

Morak: „Wir brauchen eine europäische Contentpolitik“- Figeľ: „Europa hat viel Potential: Wir müssen es nur besser nützen“

„Content for Competitiveness“: EU-Experten Seminar 7

 

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„Es gibt eine gemeinsame europäische Umwelt-, Gesundheits- Finanzpolitik. Wir haben aber keine gemeinsame Contentpolitik. Mit dieser Konferenz haben wir die Auseinandersetzung um die Entwicklung einer europäischen Contentstrategie begonnen, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, so Staatssekretär Morak heute, Freitag, anlässlich der  heute in Wien zu Ende gehenden EU-Konferenz „Content als Wettbewerbsfaktor – Stärkung der europäischen Kreativwirtschaft im Licht der i2010 Strategie“. War zur Eröffnung die Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gekommen, resümierte der für Kultur und Bildung zuständige EU-Kommissar Ján Figeľ  die Konferenz.

Die Konferenz habe die „Dringlichkeit der Fragen sehr konkret aufgezeigt“, so Morak: Wie muss sich die europäische Regulierung an die Erfordernisse der Zukunft anpassen? Wie können wir Europas Kultur und kreatives Potential nutzen, um Inhalte für unsere Plattformen und Netze zu finden? Wie kann Europa seine Rolle in der globalen Welt stärken.

„Der gemeinsame europäische Markt ist keine Bedrohung für Europas kulturelle Vielfalt, sondern im Gegenteil eine Perspektive. Wir sollen mit mehr Selbstvertrauen auf die Stärken Europas blicken, die wir noch besser nützen müssen. Ein ängstlicher Blick nach Amerika oder Asien ist fehl am Platz“, so der Staatssekretär. Der Abbau bestehender Markthemmnisse sei notwendig, denn „der gemeinsame Markt ist keine Bedrohung sondern ganz im Gegenteil die Perspektive“, betonte Morak.

Das Ergebnis der Konferenz lasse sich mit drei Worten zusammenfassen: „Kreativität, Koordination und Kohärenz. In Europa scheitert es nicht am Potential der kreativen Köpfe. Wir haben hervorragende Initiativen, aber wir müssen sie im Interesse der Stärkung der europäischen Content- und Kreativwirtschaft besser koordinieren“, so Morak, der ankündigte, dass die Ergebnisse der Veranstaltung auf dem nächsten Kulturministerrat am 18. Mai präsentiert werden. „Wir wollen, dass diese Konferenz den Anstoß gibt, eine kohärente Politik der Europäischen Gemeinschaft für die Content- und Kreativwirtschaft zu etablieren“, so der Staatssekretär.

EU-Kommissar Ján Figeľ sicherte bei diesem Vorhaben die Unterstützung der Europäischen Kommission zu. „Europas größte Ressource ist seine Kultur. Wir müssen lernen, das kreative Potenzial Europas besser zu nützen. Diese Konferenz hat dazu wichtige Impulse geliefert“.  Schon jetzt ermöglichen Programme wie etwa „Kultur 2000“ die Bewahrung und den Stärkung der Kultur in Europa. Dieser Effekt wird durch das nächste Programm „Kultur 2007“ noch verstärkt werden“, so der Kommissar.

Es gelte, die kulturelle Vielfalt Europas zu schützen, wozu sich die Mitgliedsstaaten der Union auch verpflichtet haben. „Diese Vielfalt – ein Synonym für europäischen Content -  zeichnet Europa aus und definiert seine Menschen. In der Europäischen Kommission arbeiten wir an Programmen, die eine stärkere Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger ermöglichen sollen. Die digitale Kompetenz wird immer wichtiger“, so Figeľ  abschließend.

Information zur Konferenz: www.contentconference.at

 

Datum: 03.03.2006