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Presseaussendungen

25.01.2006

Gorbach: EU-Expertentreffen in Wien zu mehr Verkehrssicherheit

Österreich ist Vorreiter - 30% weniger Verkehrstote

 

Aus insgesamt 30 europäischen Ländern berieten am 24. und 25. Jänner in der Wiener Hofburg Experten auf Einladung und unter Leitung des österreichischen Verkehrsministeriums über neue Verkehrssicherheitskonzepte. Ziel der Beratungen ist es, die europäischen Straßen noch sicherer zu machen und dadurch die Opferzahl zu senken, wie im europäischen Weißbuch als Ziel definiert wurde.

"Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2010 die Anzahl der Verkehrstoten in der EU zu halbieren. Österreich ist auf dem besten Weg", sagte Verkehrsminister Hubert Gorbach (BZÖ) im Hinblick auf die österreichische Unfallbilanz: Die Zahl der Verkehrstoten ist in seiner Amtszeit um fast 30 % gesunken.

Österreich hat das Thema Verkehrssicherheit zu einem der Schwerpunkte der EU-Ratspräsidentschaft gemacht. In der Infrastruktur gibt es noch keine einheitlichen europäischen Sicherheitsstandards. Daher sollen in den nächsten zwei Tagen gemeinsame Initiativen gesetzt und Vorgangsweisen formuliert werden. Gorbach: "Österreich gehört zu den innovativsten Ländern Europas im Bereich der Verkehrssicherheit. Wir haben sehr viele neue Projekte umgesetzt: Erfolgreich aufklärende Verkehrssicherheitskampagnen wie "Gurte retten Leben", das Führerschein-Vormerkssystem, Licht am Tag, massive Investitionen in den Ausbau der Straßeninfrastruktur, die Forcierung verkehrstelematischer Innovationen und vieles mehr."

Im Zuge des Expertentreffens wird ein Knowhow-Austausch stattfinden. Österreich setzt unter anderem auf zwei neue Methoden: Verkehrssicherheitsüberprüfungen bereits in der Planungs-, Entwurf- und Bauphase entschärfen Unfallstellen noch vor der Fertigstellung. Daran anschließende periodische Sicherheitsüberprüfungen durch ausgebildete Experten eliminieren Sicherheitsrisiken, bevor Unfälle entstehen.

"Das gemeinsame Ziel muss sein, eine gesamteuropäische Verkehrssicherheitskultur im Infrastrukturbereich zu etablieren", so Gorbach.

Die Ergebnisse des Treffens werden im Rahmen des informellen Verkehrsministerrates in Bregenz am 2. und 3. März präsentiert.

 

Datum: 26.01.2006