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Presseaussendungen

23.01.2006

Pröll zu EnergieZukunft: Europas Bürger erwarten Stärkung von Ökoenergien

Umfrage: Windenergie, Wasserkraft und Biomasse sind Favoriten

 

Im Zusammenhang mit der heutigen Diskussion der EU-Landwirtschaftsminister zum Biomasseaktionsplan hat der Ratsvorsitzende Josef Pröll Eckpunkte einer Anfang des Jahres durchgeführten Meinungsumfrage öffentlich vorgestellt. Der vom Meinungsforschungsinstitut Fessel-GfK durchgeführten Befragung zufolge teilt eine überwältigende Mehrheit der Befragten die Sorge, dass fossile Energiequellen wie Erdöl und Ergas weiteren Preissteigerungen unterworfen sein werden. Gleichzeitig äußern aber nur sehr wenige diese Sorge gegenüber erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse und Windkraft. Befragt nach jenen Energieträgern, die in Zukunft stärker von der EU gefördert werden sollen, zeigen die Befragten eine deutliche Präferenz für erneuerbare Energieträger.

Die heute in Brüssel vorgestellte Umfrage mache deutlich, dass eine deutliche Mehrheit in den 8 exemplarischen befragten Mitgliedsstaaten - Slowenien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und Österreich –  eine klare Präferenz für erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Biomasse oder Windkraft haben und ein stärkeres Engagement der Union für diese Energieträger fordern.

Keine breite Unterstützung für Atomenergie

„In keinem der befragten Länder besteht ein besonderer Enthusiasmus für die Förderung der Atomenergie“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll zu den Ergebnissen der Studie. Lediglich in Deutschland sprachen sich 27 Prozent, in Großbritannien 29 Prozent und in der Tschechischen Republik 23 Prozent für diese Form der Energiegewinnung aus. In Österreich sind es nur 8 Prozent der Befragten.

EU-Aktionsplan soll Verdopplung der Biomasse bis 2010 bringen

Europa, so Pröll, sei vor diesem Hintergrund gefordert, seine Energiepolitik zu evaluieren und neue Schwerpunkte herauszuarbeiten. Mit dem Biomasseaktionsplan werde die Landwirtschaft im Bereich Biomasse, ihren Beitrag leisten, so Pröll. Europa habe das Potential den europaweiten Einsatz der Biomasse von aktuell 69 Mio. Tonnen Öläquivalent auf 185 Mio. Tonnen mehr als zu verdoppeln. „Es ist mein Ziel, dass wir in enger Abstimmung mit den Energieministern noch unter österreichischer Präsidentschaft eine Strategie entwickeln, damit wir das Potential in vollem Umfang ausnutzen können“.

 

 

Datum: 26.01.2006