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Presseaussendungen

18.01.2006

Rauch-Kallat bei Geflügelpest-Konferenz in Peking

EU und die Mitgliedstaaten beteiligen sich mit 200 Mio Euro und umfassendem Know-how

 

Im Namen aller 25 EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission begrüßte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Mittwoch, die „Beijing Declaration“. „Sie bringt den politischen Willen zum Ausdruck, mit vereinten Kräften gegen die Tierseuche Geflügelpest vorzugehen, denn der effektivste Schutz vor dem Auftreten einer möglichen Pandemie bei Menschen ist die Bekämpfung der Tierseuche in den Risikogebieten Asiens“, so Rauch-Kallat in ihrem Vortrag bei der “International Pledging Conference on Avian and Human Pandemic Influenza” in Peking. „Vorrangiges Ziel muss sein, die Tierseuche dort einzudämmen, wo sie auftritt. Nur so kann verhindert werden, dass sich Menschen im engen Kontakt zu krankem Geflügel mit der Tierseuche infizieren und damit die Gefahr einer möglichen Mutation des Virus vergrößern.“

Maria Rauch-Kallat unterstrich die Wichtigkeit von finanzieller und technischer Unterstützung für die betroffenen Länder einerseits sowie einer globalen Kooperation in den Bereichen Gesundheit, Finanzen, Handel und Sicherheit andererseits: „Neben der finanziellen Hilfe kann nur eine langfristige Partnerschaft zwischen der EU und den betroffenen Staaten Süd- und Ostasiens zum Erfolg führen.“ Die vermehrten Fälle von Geflügelpest sei von großer Bedeutung und eine klare Handlungsaufforderung für alle Staaten, diese weltweite Gefahr gemeinsam abzuwehren. Von Seiten der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedstaaten kündigte die österreichische Gesundheitsministerin eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 200 Mio Euro an. „Österreich wird eine Million Euro für die Maßnahmen gegen die Geflügelpest bereitstellen, mit der vor allem veterinär- und humanmedizinische Diagnostikzentren in den betroffenen Gebieten etabliert und verbessert werden sollen.“

Als Vertreterin der EU-Ratspräsidentschaft begrüßte Rauch-Kallat weiters die Bereitschaft aller Konferenzteilnehmer zu einer transparenten Informationspolitik, um auftretende Fälle von Geflügelpest schnellstmöglich weiterzukommunizieren. „Neben der finanziellen Unterstützung ist die EU bereit, ihre Kompetenzen, Präventionspläne und Informationskanäle im Bereich Geflügelpest den betroffenen Staaten Asiens zur Verfügung zu stellen“, so Rauch-Kallat abschließend.

 

Datum: 26.01.2006